Das Ich-Du-Wir Training ist eine paradoxe Einladung. Du bist eingeladen,
• ganz deiner eigenen Wahrheit zu folgen.
• im Kontakt mit dem Du die Begrenzungen deiner Wahrheit zu erforschen und ggfs. loszulassen.
• jenseits dessen, was du für deine Wahrheit gehalten hast Tore zu durchschreiten in Räume, die du und ich und wir alle auch sind, jenseits unserer Vorstellungen und Identifikationen.
Diese drei Einladungen widersprechen sich, solange wir sie nicht als verschiedene Ebenen verstehen. Sie bilden durchaus ein Spannungsfeld und provozieren Widersprüche, die sich aber, soweit wir uns darauf einlassen, zu neuen Erfahrungen verbinden und wieder integrieren.
Auf diese Weise gehen wir dem Leben auf den Grund, wir lauschen in das Herz der Dinge, wir sind Abenteurer inmitten der Mysterien des Lebens. Unser Treibstoff sind unsere Sehnsüchte, unsere Wünsche und Begierden. Wir fordern uns selbst und einander heraus, mit unseren Gewohnheiten und Prägungen und all dem, was wir am liebsten festhalten wollen und doch nicht festhalten können, wenn wir lebendig bleiben wollen. Wir begegnen dem ganzen Spektrum unserer Gefühle. Sie alle warten auf unser Willkommen, um die unvorhersehbare Dynamik des Lebens sich wieder frei entwickeln zu lassen. Wir begegnen gezähmten und wilden Tieren in uns. Wir spüren auch unserem pflanzlichen Erbe nach, vom zarten Spross bis zum tief verwurzelten Baum in uns. Wir gehen, jeder auf seine, und jede auf ihre Weise, auf eine Heldenreise. Wir folgen jeweils unserer eigenen Vision und Aufgabe. Zugleich weben wir gemeinsam den Teppich unserer Verbundenheit, der – oft allerdings unbemerkt – immer schon da ist.
Sein mit dem, was ist, ist unser Kompass. Das Training lebt von dem, was wir alle einbringen oder zurückhalten. Es ist dadurch auch ein Training in unserer Fähigkeit zu echter Gemeinschaft. Wir bewegen uns dabei durch die Zyklen des Lebens, wie sie beispielsweise in den Qualitäten der fünf Rhythmen zum Ausdruck kommen. Wir erleben unsere Unterschiede und unsere Gemeinsamkeiten, Konflikte und Harmonie, Chaos und Stille. Wir treffen dabei immer wieder auf die Quellen des Seins, auf unsere tiefste Inspiration und unser Vertrauen in unseren Weg. Wir verirren uns, landen in Sackgassen und erweitern darin unser Vertrauen in unsere Fehler, in unsere Hindernisse und in unsere ungeliebten Seiten, die sich auch wieder als Quellen unseres Seins entpuppen. Das Dreieck von Ich, Du und Wir generiert die Dynamik dieses Trainings, weist uns immer wieder den Weg in die unmittelbare Lebendigkeit jeden Augenblicks. Wenn wir mit einem der drei Pole gerade nicht weiter kommen, gibt es immer noch zwei weitere, die uns helfen, wieder in den steten Fluss des Lebens einzusteigen und uns darin führen und tragen zu lassen.