Schule des Seins –  Newsletter Juli 2010

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Liebe Art of Being Freunde,

im letzten Newsletter hatte ich bereits angedeutet, dass Veränderungen für mich anstehen. Nun ist es soweit: aus The Art of Being wird – soweit es meine Arbeit betrifft – die Schule des Seins.

Logo Schule des SeinsThe Art of Being wurde vor ca. 25 Jahren von Alan Lowen gegründet. Vor 15 Jahren entschied ich mich, damals zusammen mit Gabrielle, meine tantrisch orientierten Seminare und Trainings unter diesem Namen anzubieten, und Alan gab dazu gerne sein Einverständnis.
Inzwischen, insbesondere auch nach einigen Ausbildungsgrupppen, die ich zuerst zusammen mit Alan, seit 2004 alleine angeboten habe, gibt es eine Reihe weiterer „The Art of Being Lehrer“, die sich der Kunst des Seins eng verbunden fühlen. Mein Anliegen war und ist es, ein Netzwerk aufzubauen, in dem die Kunst des Seins in möglichst vielen Facetten zum Ausdruck und zur Entfaltung kommen kann. Daraus ist auch die nähere Zusammenarbeit mit Stefan Eigenmann, Devaka Regine Hoffmann und Ludwig Sandner entstanden, die euch sicherlich nicht entgangen ist.

Nun hat ein einzelnes Ereignis, eine Email von Alan an Stefan, eine ganze Kettenreaktion ausgelöst, in deren Verlauf mir klar wurde, dass Veränderung ansteht. Mit meinem langjährigen Lehrer Alan verbindet mich nach wie vor eine tiefe und herzliche Verbindung, und auch wenn unsere Arbeitsweise sich in manchem sehr unterscheidet, so ist die Essenz für mich immer noch die gleiche: sein mit dem, was ist. Das ist die Grundlage in jedem einzelnen Seminar, und diese Grundhaltung hat Auswirkungen für jede einzelne Übung, insbesondere dafür, wie wir sie anleiten. Das ist von außen für manche nicht immer sofort sichtbar. Mit wachsender Tiefe unseres Gewahrseins wird die Grundorientierung am „sein mit dem, was ist“ jedoch immer wesentlicher. Aufgrund dieser Übereinstimmung sah ich lange keinen Grund, einen eigenen Namen für meine Arbeit aus der Taufe zu heben, denn es geht um die Kunst des Seins.

Unsere Vision von The Art of Being als einem institutionellen Rahmen und einem Dach für viele verschiedene SeminarleiterInnen ist allerdings ziemlich unterschiedlich. Meine Vorstellung ist eher die von einem Netzwerk, ohne großes Gefälle in puncto Autorität. Ich respektiere, dass Alan als der Gründervater seine eigenen Vorstellungen hat. Ich möchte jedoch mich und die Entwicklung eines Netzwerks nicht dadurch blockieren, dass wir zu oft in verschiedene Richtungen ziehen, und wähle daher den größeren Abstand, der mit dem eigenen Namen verbunden ist.

WeinblattEtwas in mir bedauert diesen Schritt, ist sehr traurig. Einerseits hänge ich auch emotional sehr an dem Namen The Art of Being. Andererseits habe ich mich oft gefragt, warum sich regelmäßig Schüler von ihren Lehrern dergestalt abgrenzen müssen, dass sie ihre eigene Schule aufmachen müssen. Die Geschichte der Psychotherapie, aber auch die der spirituellen Schulen, ist voll davon. Freud und Jung mögen da als eines der prominentesten Beispiele herhalten. Darin kommt eine natürliche Weiterentwicklung zum Ausdruck. Schüler wachsen über ihre Lehrer hinaus, genauso wie Kinder über ihre Eltern. Es wäre sicher nicht wünschenswert, wenn die Alten den Jungen ihre Erkenntnisse und Weisheiten wie Dogmen weiterreichen, wie es oft in kirchlichen Traditionen geschah und in die Erstarrung führte. Andererseits – wie viele zum Beispiel durch Familienaufstellungen erfahren haben – entkräften wir uns selbst, wenn wir unsere Herkunft nicht würdigen oder gar verleugnen. Ich möchte beides zusammen bringen: die Wurzeln meiner Arbeit ehren und Neues entwickeln.

Den Namen „Schule des Seins“ habe ich in einer Art meditativen Tanz „empfangen“, ohne dass ich in diesem Moment danach gesucht hätte. Dieses Erlebnis hat mich so tief berührt, dass es kaum Zweifel gab, dass dies der neue Name für meine Arbeit sein wird. Als ich später danach googelte, ob dieser Namen schon verwendet wird, ist, fand ich als erstes den Eintrag: „Du wirst eine Schule des Seins gründen!“ Dieser „Zufall“ hat mich fast umgehauen. Wer sprach da zu mir? Ich bin ja nicht so bewandert mit Channelings, aber das war doch irgendwie ein starkes Stück! Ich nehme es als Ausdruck von Synchronizität, die sich gerne dann offenbart, wenn wir zur rechten Zeit am rechten Ort sind, oder in Kontakt mit einer tieferen Ebene in uns, was im Kern das Gleiche ist.

Erste Feedbacks haben mich darauf aufmerksam gemacht, dass „Schule“ vielleicht nicht bei jedem die allerbesten Assoziationen auslöst... Was die meisten von uns in der Schule erlebt haben, war genau das Gegenteil einer Schule des Seins:

  • ein Ort, wo wir unseren Selbstwert und unsere Existenzberechtigung erst über das Tun, über die Leistung zu erwerben hatten.
  • ein Ort, wo wir lernten, unseren Körper mit seiner Lebendigkeit und seinen Impulsen zu unterdrücken, um ewige Stunden still sitzen zu können.
  • ein Ort, an dem Gefühle gering geschätzt wurden, der Verstand hingegen alles zu sein schien, um was es im Leben geht und wodurch wir es zu etwas bringen.
  • ein Ort, wo Autorität durch Noten und durch Zwang durchgesetzt wurde anstatt durch innere Reife Orientierung anzubieten.


Es wird dich nicht überraschen, dass die Schule des Seins hier anders vorgeht. Und es wird mir große Freude bereiten in den nächsten Monaten herauszuarbeiten, wie sich die Schule des Seins von den Schulen unserer Kindheit unterscheidet und wie sie dazu beiträgt, Wunden zu heilen, Lebendigkeit zu fördern, Lust und Liebe zu entwickeln und zu feiern und nicht zuletzt das Nicht Wissen zu würdigen, für das seinerzeit wohl niemand gute Noten bekam. Mehr dazu werde ich beizeiten auf der Homepage veröffentlichen.

 

Was bedeutet diese Veränderung konkret für die Seminare und Trainings?

Möglicherweise wirst du es als Teilnehmerin oder Teilnehmer gar nicht groß bemerken. Ich werde mich auch weiterhin, wie z.B. in meinem Buch Herzensfeuer, in meinem Weblog oder zuletzt auf der Podiumsdiskussion beim Rainbowfestival dafür engagieren, dass die Relevanz innerer Arbeit für unsere Kultur und Gesellschaft die Aufmerksamkeit bekommt, die sie verdient.
Neben manchen bekannten und bewährten Workshops nehme ich im nächsten Jahr einige neue Workshops ins Programm, z. B. „Gesichter der Liebe“ an Ostern und „Lustwandel“ an Pfingsten.

Das Tantra Jahrestraining bleibt das Herzstück meiner Arbeit. Devaka hat sich entschieden, sich mehr ihrer eigenen Arbeit mit Frauen zu widmen und ist in diesem Jahr zum letzten Mal Coleiterin im Jahrestraining. Annette Jahn ist dabei, in die Rolle der Coleiterin hinein zu wachsen. Ich bin dabei, Inhalte und Aufbau des Trainings zu überarbeiten, um auch hier den ein oder anderen neuen Akzent zu setzen. Insbesondere schwebt mir vor, noch mehr auf die ganz einzigartige Dynamik jeder einzelnen Gruppe auch in der Abfolge der Themen einzugehen und sie dementsprechend noch weniger vorher fest zu schreiben.

Eine ganz besondere Freude war mir das letzte Tantra-Aufbautraining, das im Mai zu Ende ging. Ich hätte Lust, gleich das nächste anzubieten, aber das wird noch etwas dauern, denn ich brauche auch genügend freie Zeit und bin sehr froh, dass ich diese Lektion – so scheint es – in den letzten Jahren gelernt habe.

Das nächste Being with People Training, als Ausbildungsgruppe sozusagen die Krönung in der Schule des Seins, beginnt im April 2011 und ist jetzt schon so gut wie ausgebucht. Auch das freut mich natürlich sehr.  Es ist mir ein Anliegen, dass die befreienden und erfüllenden Herausforderungen, die das Sein für uns bereit hält, von mehr und mehr Menschen angenommen werden können. Ich wünsche mir, dass das daraus erwachsende Vertrauen ins Leben und in uns selbst "Schule macht".

Gespannt bin ich auch, wie sich das Netzwerk der The Art of Being Lehrerinnen und Lehrer weiter entwickelt und möchte meinen Teil dazu beitragen, dass es weiter wächst und immer wieder zur Blüte kommt.

Das obige neue Logo für die Schule des Seins habe ich zusammen mit einer Grafikerin entwickelt. Es integriert verschiedene Polaritäten, die mir in dieser Schule wichtig sind, nicht zuletzt Leichtigkeit und Seriosität. Das Lernen in der Schule des Seins möge Freude bereiten und zugleich tiefe Heilungsprozesse anregen, die nicht immer Spaß machen, sondern auch mal weh tun können und tiefer Einfühlung bedürfen.

Saleem RiekKürzlich las ich ein Horoskop zur letzten Sommersonnenwende. Darin wurde darauf hingewiesen, dass die Entdeckung des Inneren Kindes in den letzten Jahrzehnten wichtig war und ist und dass es weiter unser Verständnis braucht und verdient. Jetzt sei aber auch die Entwicklung des Inneren Erwachsenen mal an der Zeit (aufsteigender Mondknoten im Steinbock). Wenn ich mir anschaue, welche Kindereien sich unsere Politiker so erlauben, dann entnehme ich daraus: Politiker haben in ihrem Verständnis für ihr Inneres Kind Nachholbedarf. Aber wir, die wir schon viel Zeit damit verbracht haben, wir dürfen jetzt doch auch mal den Inneren Erwachsenen ans Steuer unseres Lebens setzen. Zu einem erfüllenden Leben gehört Verantwortung. Dies tut unserer Lust und Liebe keinen Abbruch, sondern ganz im Gegenteil. Unser Inneres Kind mit seinen Wünschen und Bedürfnissen, unsere Lust und Liebe und unsere Verantwortung als Erwachsene, das alles gehört zusammen, wenn wir unser eigenes und unser gemeinsames Leben bewusst gestalten wollen. Wir brauchen keine Astrologen zu sein, um das zu verstehen. Die Schule des Seins ist insofern auch ein weiterer Schritt meines eigenen Erwachsenwerdens.

Ich würde mich freuen, dich darin bald begrüßen und begleiten zu dürfen. Und ich freue mich auch über Rückmeldungen zu den geschilderten Veränderungen.

Herzliche Grüße

Saleem

 

Infos zu den kommenden Workshops und Trainings

* 24.07.-3.08.2010      Für die Feriengruppe Leben, Lieben und Nicht Wissen in der Toskana sind noch ca. 2 Plätze für Frauen frei. Falls du Lust hast auf mehr buntes, unvorhersehbares Leben jenseits der Dominanz des Verstandes dann ist das vielleicht etwas für dich. Nähere Infos

* 24.-26. September 2010    Der nächste Einführungsworkshop mit Saleem ist Berührt Sein auf Gut Helmeringen. Berührung ist ein eigentlich ein Grundnahrungsmittel, und es tut gut, dafür eine Basis zu schaffen, sodass wir Berührung unbeschwert genießen können. Infos

Weitere Termine in diesem Jahr:

* 15.-17.10.2010           Sinnliche Massage genießen mit Ludwig Sandner

* 
29.10.-1.11.2010        Liebe, Sex und Wahrheit - Tantra für Liebespaare mit Saleem

* 
19.-21.11.2010           Ich liebe mich mit Saleem


* 3.-5.12.2010               Einführung in das Being with People Training mit Saleem 


* 26.12.2010-2.1.2011  Wünschen und Loslassen (Silvesterworkshop) mit Saleem

 

Tantra Jahrestraining

Das nächste Tantra Jahrestraining beginnt Ende Mai 2011. Alle offenen Workshops sind als Einführung geeignet. Infos zum Training


Das Sommerfest

am 16.-18. Juli auf Schloss Glarisegg am Bodensee (mit eigenem Strand!) steht vor der Tür, und es sind bereits an die 100 Personen angemeldet, es gibt aber noch einige wenige freie Plätze, auch für den Workshop am Tag zuvor, zur Einstimmung oder zum Kennenlernen, wenn du noch nie zuvor bei uns warst. Nähere Infos

 

Was noch?

Auf meinem Weblog „Leben und Lieben inmitten von Widersprüchen“ gibt es einige neue Einträge, zum Beispiel Wohin mit der Angst? oder der Beginn der neue Serie Nachrichten, die wir gerne lesen würden.
Schau doch mal rein. Du kannst den Blog jetzt auch leicht abonnieren, entweder als Emailabo, oder als RSS-Feed, bei dem in deinem Browser bei den Lesezeichen neue Einträge angezeigt werden (siehe linke Spalte). Und ich freue mich weiter über jeden Kommentar!

 

Podium RainbowfestivalVon der Podiumsdiskussion zum Thema „Ist spirituelles Leben paradox?“ auf dem Rainbowfestival an Pfingsten gäbe es viel zu berichten. Der Saal war mehr als voll, und die Resonanz ging überwiegend in diese Richtung: „eine große Bereicherung für das Festival!“. Vor allem wurde geschätzt, dass auch einmal Widersprüche ihren Raum bekamen, denn das Angebot auf dem Esomarkt passt ja durchaus nicht immer so harmonisch zusammen wie es den Anschein hat, und Erleuchtete, so scheint es, sind eben auch nur Menschen.
Von dem Event gibt es einen Live-Videomitschnitt, inzwischen Online auf Jetzt TV.

Spannende Beiträge rund um das Thema Tantra findest du im Connection Tantra Newsletter, den wir an dieser Stelle gerne empfehlen.

 

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