Das Training wird von Saleem Matthias Riek geleitet, unterstützt von einem Assistententeam. Als Leiter beanspruchen wir allerdings nicht die höchste Autorität im Raum, sondern stellen uns in Ausübung unserer Rolle zugleich auch in den Dienst der Dynamik aus Ich, Du und Wir. Es geht in diesem Training – wie auch generell in der Schule des Seins – nicht darum, dem Leben unseren Willen aufzuzwingen oder intelligenter zu sein als das Leben. Wie können wir statt dessen intimer mit allen Facetten des Lebens in Kontakt kommen, die sich teilweise durch uns selbst ausdrücken, teilweise von außen auf uns zukommen?
Die Rolle des Leiters besteht vor allem darin, diesem Prozess immer wieder Aufmerksamkeit und Transparenz zukommen zu lassen, sodass jeder seine Inspiration und seine Verantwortung wahrnehmen kann, um auf die jeweils eigene Weise daran teilzuhaben.
Das Setting und die Leitung dieses Training sind so gestaltet, dass der Rahmen klar und geschützt genug ist, um sich auch in unwegsame und für das alte Selbstbild bedrohliche Gebiete vorwagen zu können. Gleichzeitig gilt das höchste Vertrauen aber nicht dem Rahmen, sondern dem Leben selbst, das durch uns alle zum Ausdruck kommt und sich durch unsere Präsenz und Achtsamkeit seiner selbst bewusst werden kann. Der Rahmen hat im Wesentlichen die Funktion, diesen Prozess zu fördern und zu unterstützen. Daran orientiert sich auch der Leitungsstil.
Alle Frauen und Männer, die an diesem Training teilnehmen, sind Mitgestalter dieses Trainings. Sie sind nicht verantwortlich für den Rahmen, werden aber eingeladen, herausgefordert und ermutigt, sich so einzubringen, als wäre das Training genau für sie selbst konzipiert. Du bist als Teilnehmerin oder Teilnehmer nicht Leiter dieses Trainings, aber dein Dabeisein ist – ob du das nun bemerkst oder nicht und ob dir das willkommen ist oder nicht – wesentliche kreative Kraft, die das Training zu dem werden lässt, was es in jedem Moment ist. Es geht wesentlich darum, das eigene kreative Potenzial besser kennen zu lernen und bewusster einzusetzen. Wir könnten auch sagen, es geht darum erwachsen zu werden, und dabei unsere kindlichen, zurückgezogenen, bedürftigen, aber auch unbekümmert- genialen Seiten nicht abzuspalten oder zu überwinden, sondern zu integrieren.
Es hat manchmal den Anschein, das Leben sei komfortabler und einfacher, wenn wir in irgendeiner Form von Opfer- oder Mangelbewusstsein verbleiben und dieses pflegen und immer neu gestalten und rechtfertigen.
Das Training lädt dazu ein, derartige Glaubensätze, die manchmal ganz im Verborgenen schlummern und sich tarnen, auf einfühlsame Weise zu entdecken und deren Hypothesen unvoreingenommen mit den aktuellen Erfahrungen abzugleichen. Daraus kann das Anliegen hervorgehen oder Stärkung erfahren, selbst mal die Führung zu übernehmen, zunächst vor allem in deinem eigenen Leben, aber mehr und mehr auch in deinen Begegnungen und für unser aller Zusammensein. Das Training gibt dir daher auch Gelegenheiten und Ermutigung, in der Trainingsgruppe deine Ideen und Talente einzubringen und ggfs. mal eine Sequenz zu leiten, alleine oder gemeinsam in einem Team. Auch dies ist kein Muss. Genauso willkommen ist es, anderen die Führung zu überlassen und auf diese Weise deine Präsenz einzubringen.
Aus der Struktur dieses Trainings ergibt sich die Möglichkeit, Selbsterforschung, inneres Wachstum und Heilung mit der Ausbildung von Fähigkeiten und Talenten zu verbinden, die du in deinem Privatleben, vielleicht aber auch in deinem beruflichen Umfeld gut gebrauchen kannst. Grundlegend geht es darum, dein Leben innerhalb, aber auch außer der Trainingsgruppe als die Veranstaltung zu erkennen und wert zu schätzen, zu der du dich – wenn du nicht sowieso schon mitten drin wärst – sofort „anmelden“ würdest: weil sie dir Gelegenheit gibt, dich als der oder die zu erkennen und zu verwirklichen, der oder die du bist. Wie leben wir unser Leben und ist es das Leben, das wir wirklich leben wollen? Sehnen wir uns nach der Hingabe an etwas Höheres, das uns die Richtung weist, im Sinne eines „Dein Wille geschehe!“? Solche Fragen werden uns inspirieren, um die Themen und die Begegnungen und die Art des Zusammenseins miteinander zu erforschen, die dafür relevant sind.
Das Training verbindet den Aspekt der Selbsterforschung mit dem der Ausbildung auf eine Weise, dass beide als Facetten ein und desselben erkennbar und erfahrbar werden: als Facetten deines Lebens. Die Gewichtung dieser beiden Aspekte bestimmst du wesentlich selbst, durch die Art und Weise, wie und womit du dich einbringst. Wenn es für dich nicht „dran“ ist, Führungsausgaben zu übernehmen, dann darf das genauso sein wie dich wiederholt darum zu bewerben. Und wie viel Relevantes du aus deinem Alltag in die Gruppe einbringst oder lieber Abstand dazu haben möchtest, liegt ebenfalls in deiner Verantwortung.
Wir gestalten unser Zusammensein auf vielfältige und lebendige Weise mit
• Begegnung und Berührung
• Körpererfahrung und Tanz
• Theater- und Rollenspiel
• erotischer und emotionaler Präsenz
• verbalem Austausch
• transparenter Gruppendynamik
• Ritualen in Paaren, Kleingruppen und Großgruppe
• stillen und bewegten Meditationen
• offenem Raum für Unvorhergesehenes
• Sequenzen, die von Teilnehmerinnen und Teilnehmern eingebracht werden
• dem Feiern dessen, was gerade ist...